Hauswurfsendungen erwünscht

Hauswurfsendungen erwünscht

Nach wie vor schätzt ein Großteil der Verbraucher in die Briefkästen eingeworfene unadressierte Werbung und fühlt sich durch diese Postsendungen informiert und beraten. Dies lässt sich u.a. an der in 2020 nur gering angestiegenen Zahl der Haushalte mit einem „Bitte keine Werbung“-Aufkleber ablesen – außerhalb von Ballungsräumen tragen nur zwei von zehn Haushalten einen solchen. Damit werden langjährig erhobene repräsentative Umfragen bestätigt, die eine intensive Nutzung dieses Kommunikationskanals durch die Haushalte bestätigen.

Anders als Kampagnenorganisation wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in letzter Zeit behaupten, ist der ganz überwiegende Teil der Bürger mit unadressierter Werbepost also einverstanden. Auch der ökologische Fußabdruck ist weit geringer als behauptet. Klar ist, jede Form von wirtschaftlicher Betätigung hat ihre Auswirkungen, so ist es auch im Bereich der Werbepost. Aber „Fake Facts“ wie das massenhafte Fällen von Bäumen für Hauswurfsendungen oder enormer Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung sind Desinformation. Bei der Herstellung von Hauswurfsendungen wird ein Mix verwendet, der zum großen Teil aus Sägewerksabfällen und Durchforstungsholz besteht. Der Wasserverbrauch für die jährliche Werbepost pro Haushalt entspricht einer Minute Händewaschen, der Energieverbrauch dem von 0,2 Litern Heizöl. Eine vom ZAW angeführte Verbändeinitiative hat sich deshalb  auf die Fahnen geschrieben aufzuklären. Es gilt ganz deutlich zu machen, dass es für eine Umstellung auf ein opt-in-System keinerlei Bedarf gibt.

Kleines Detail am Rande: Selbst eine von der Urheberein einer der Petitionen, der DUH, beauftragte Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent der Verbraucher, die ihren Einkauf vorbereiten, dies mittels gedruckter Werbesendungen tun. Diese Zahl wurde von der DUH in der Kommunikation allerdings nicht veröffentlicht.