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	<title>Anja Schmidt, Author at Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</title>
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	<title>Anja Schmidt, Author at Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</title>
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		<title>Werbemarkt auch 2023 im leichten Plus. Wirtschaftliche Aussichten für 2024 aber unsicher, politische Vertretung der Branche geforderter denn je.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 22:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Marktprognose]]></category>
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		<category><![CDATA[ZAW-Trendbefragung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Werbewirtschaft in Deutschland wächst nach der Jahresendprognose des ZAW in 2023 auf 48,87 Mrd. Euro (+1,6 Prozent). Mit diesem vorläufigen Ergebnis lässt die Werbewirtschaft die Corona-Krisenjahre (2020: 44,86 Mrd. Euro; 2021: 47,34 Mrd. Euro) und das erste Kriegsjahr 2022 (48,09 Mrd. Euro) hinter sich und liegt über der Vor-Corona-Zeit (48,33 Mrd. Euro). Die Investitionen in Werbung steigen auf 37,07 Mrd. Euro (+2,5 Prozent), die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 26,06 Mrd. Euro (+1,4 Prozent). Die endgültigen Daten wird der ZAW zusammen mit der ersten Jahresprognose 2024 im kommenden Frühjahr vorlegen.</p>
<p>The post <a href="https://zaw.de/werbemarkt-auch-2023-im-leichten-plus-wirtschaftliche-aussichten-fuer-2024-aber-unsicher-politische-vertretung-der-branche-geforderter-denn-je/">Werbemarkt auch 2023 im leichten Plus. Wirtschaftliche Aussichten für 2024 aber unsicher, politische Vertretung der Branche geforderter denn je.</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">Werbemarkt auch 2023 im leichten Plus. Wirtschaftliche Aussichten für 2024 aber unsicher, politische Vertretung der Branche geforderter denn je.</h1>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2024-05-29T00:01:36+02:00">29. Mai 2024</time></div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Werbemarkt auch 2023 im leichten Plus. Wirtschaftliche Aussichten für 2024 aber unsicher, politische Vertretung der Branche geforderter denn je.</h2>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Marktvolumen der Werbewirtschaft stieg 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 48,79 Mrd. Euro. Die medienbasierten Investitionen in Werbung stiegen um 2,2 Prozent auf 36,98 Mrd. Euro (2022: 36,18 Mrd. Euro). Die Branche, deren Anteil am BIP sich auf 1,2 Prozent beläuft, lässt die Jahre mit multiplen Krisen hinter sich und verzeichnet das zweite Jahr hintereinander ein leichtes Gesamtplus. Nach dem Rückgang der Netto-Werbeeinnahmen der Medien im Vorjahr konnten nunmehr deren Nettoerlöse um 0,7 Prozent zulegen. Dagegen sanken die Einnahmen durch weitere Formen kommerzieller Kommunikation um 0,8 Prozent. Weitere Steigerungen im Jahr 2024 sind möglich, bedürfen aber deutlich verbesserter Rahmenbedingungen. Bleiben sie aus, wird die Erholung auf breiterer Front kaum eintreten. Besorgniserregend: Für die Werbewirtschaft drohen weiterhin Verbote und bürokratische Überregulierung – in Deutschland wie auch auf EU-Ebene. Der ZAW blickt im 75. Jahr der Vertretung der Branche auf große Herausforderungen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">ZAW-Präsident Andreas F. Schubert bilanziert: „Das Erfreuliche vorweg: Die Werbewirtschaft ist 2023 gewachsen, und zwar um 1,5 Prozent auf 48,79 Mrd. Euro. Das ist in einem Jahr, das vielfach Grund zur Sorge gegeben hat – ökonomisch, politisch und beim gesellschaftlichen Zusammenhalt – eine gute Nachricht. Die Branche ist, so wie vom ZAW prognostiziert, auf Wachstumskurs geblieben – allerdings auf einem sehr fragilen. Auch 2024 wird die gesamtwirtschaftliche Lage angespannt bleiben. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und Wahlen mit besorgniserregenden Prognosen stehen bevor. Die Demokratien sind europaweit herausgefordert. Bei angespannter Budgetlage sucht die Politik nach Lösungen, um das Notwendige zu bewirken und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken. Die strukturellen Probleme des Standorts werden mittlerweile erkannt, Ankündigungen sind aber noch keine Resultate. Drohende Werbeverbote auf nationaler Ebene und nach den EU-Wahlen zu Lasten der Marktkommunikation gehende europäische Vorhaben sind in dieser Situation mehr als hinderlich, insbesondere im Hinblick auf die Refinanzierung der für die Demokratie hochrelevanten Medien. Die Interessenvertretung im ZAW-Netzwerk hat größere Bedeutung denn je.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Werbemarkt 2023</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Werbewirtschaft verzeichnet auch 2023 ein leichtes Plus und setzt damit das sanfte Wachstum aus den letzten beiden Jahren fort. Mit einem Marktvolumen von 48,79 Mrd. Euro (2022: 48,09 Mrd. Euro) liegt der Werbemarkt in Deutschland jetzt über dem Vor-Coronawert von 48,33 Mrd. Euro.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023.png" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="902" height="906" src="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023.png" alt="" class="wp-image-5989" style="width:554px;height:auto" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023.png 902w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023-300x300.png 300w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023-150x150.png 150w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Kom-Kom-Deutschland_2023-768x771.png 768w" sizes="(max-width: 902px) 100vw, 902px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtinvestitionen in kommerzielle Kommunikation setzen sich zusammen aus den medienbasierten Investitionen in Werbung (36,98 Mrd. Euro), inklusive der Netto-Werbeeinahmen erfassbarer Werbeträger, sowie den weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (11,81 Mrd. Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Netto-Werbeeinnahmen der erfassbaren Werbeträger konnte die Branche 2023 ein leichtes Plus von 0,7 Prozent verzeichnen und damit das Minus aus dem Vorjahr von 0,5 Prozent kompensieren. Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (Werbeartikel, Sponsoring, Kataloge | Weitere Werbedrucke) mussten einen Rückgang um 0,8 Prozent hinnehmen, nachdem sie im Vorjahreszeitraum durch Nachpandemieeffekte um rund 6 Prozent zugelegt hatten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" width="1024" height="489" src="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023-1024x489.jpg" alt="" class="wp-image-5935" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023-1024x489.jpg 1024w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023-300x143.jpg 300w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023-768x367.jpg 768w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/Werbemarkt-20222023.jpg 1313w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild bei den Nettodaten fällt für die einzelnen Werbeträger sehr gemischt aus. Von den erfassten Werbeträgern schnitten einige – darunter der gesamte Digitalbereich – (deutlich) positiver als 2022 ab. Hauptnutznießer waren hier allerdings erneut die dominierenden Plattformen, während alle anderen Publisher weitaus schwächer vom starken digitalen Plus profitieren konnten. Positiv entwickelten sich auch Kino- und Außenwerbung. Ein Werbeträger, Radio, stagnierte (nahezu), alle anderen, namentlich der Printbereich und TV, mussten teilweise deutliche Rückgänge verkraften (alle Daten in gesonderter Grafik).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anteile der Werbeträger am Gesamtnettoumsatz in Deutschland weisen im Vorjahresvergleich eine anhaltende Tendenz in Richtung Digitalmarkt auf: Internetwerbung verzeichnet eine Steigerung um 3,7 Prozentpunkte von 46,0 Prozent auf nahezu 50 Prozent (49,7 Prozent). Print fällt auf 28,2 Prozent zurück (2022: 29,4 Prozent), Fernsehen | Bewegtbild auf 19,6 Prozent (2022: 20,7 Prozent). Postalische Direktwerbung, Außenwerbung, Radio | Audio und Kino bleiben bei den Marktanteilen weitgehend stabil.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Anteile_Werbetraeger-1.png" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" width="567" height="343" src="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Anteile_Werbetraeger-1.png" alt="" class="wp-image-5937" style="width:554px;height:auto" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Anteile_Werbetraeger-1.png 567w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Anteile_Werbetraeger-1-300x181.png 300w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wesentliche Erkenntnis aus den Nettodaten lautet: Die Bestreitbarkeit der dominanten Marktpositionen der digitalen Gatekeeper-Plattformen fällt nach wie vor aus. Die Marktdaten belegen, dass die Wachstumsdominanz einiger weniger Plattformen ungebrochen anhält. Die Erwartung mancher, wonach künstliche Intelligenz und Konkurrenz zwischen Plattformen hieran etwas ändern werde, wird sich nach Ansicht des ZAW nicht erfüllen. Im Gegenteil, solange wettbewerbsfeindliche Strukturen auf den digitalen Werbemärkten nicht aufgebrochen und einseitiger Regelsetzungsmacht nicht Einhalt geboten wird, wird die Schere zu Lasten abertausender Publisher und am Ende auch der Werbungtreibenden und Verbraucher weiter aufgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jobangebote in der Werbebranche gehen 2023 zurück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem 2022 die Stellenangebote um 10 Prozent gestiegen waren, gingen die Angebote 2023 mit einem Minus von 39 Prozent deutlich zurück. Insbesondere die werbenden Firmen waren 2023 äußerst zurückhaltend, was die Suche nach Mitarbeitern im Bereich der Werbeberufe betrifft. Die größte Nachfrage besteht traditionell bei den Agenturen, die im Berichtsjahr rund 81 Prozent der Angebote stellten, vor den Werbungtreibenden mit 14 Prozent und den Medien mit 5 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während bei den Agenturen Mediaexperten (561 Angebote), Mitarbeiter für Marketing und Werbung (532) sowie Auszubildende und Trainees (453) gesucht wurden, bestand bei den werbenden Unternehmen Bedarf für ausgebildetes Personal im Bereich Marketing und Werbung (450) – Auszubildende und Trainees wurden nur wenige für diesen Bereich gesucht (24). Bei den Medien wurden in erster Linie Mediaexperten gesucht (83), Auszubildende oder Trainees lediglich 6.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitslosenzahl im Bereich Marketing und Werbung stieg um 20,1 Prozent von 25.160 im Jahr 2022 auf 30.217 im Jahr 2023 (jeweils Monat Dezember), so die Bundesagentur für Arbeit. Auch hier zeigt sich, dass sich die Werbewirtschaft weiterhin in schwierigen Zeiten befindet. Rund 900.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Unterschied zum Vorjahr steht der Fachkräftemangel aktuell auf Platz 2 der Wachstumshemmnisse für die Agenturbranche, die größte Bremse ist die Konjunkturschwäche und die damit einhergehende Konsumzurückhaltung der Verbraucher. Die Hälfte der im GWA Frühjahrsmonitor 2024 befragten Agenturen hat derzeit mehr Festangestellte als noch im Vorjahr. Auch hier hält Künstliche Intelligenz Einzug: 19 Prozent der Agenturen haben eigens dafür neues Personal eingestellt und versuchen auch auf diesem Weg dem Fachkräftemangel zu begegnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ZAW-Trendanalyse Frühjahr 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ZAW-Trendanalyse zeigt eine weiter besorgte Einschätzung der konjunkturellen und werbewirtschaftlichen Erwartungen. Die Unsicherheit ist groß, die Stimmung ist angespannt. Die Mehrheit befürchtet Stagnation oder gar einen Rückgang der Werbekonjunktur: 42 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden ZAW-Mitglieder erwarten für das Gesamtjahr 2024 eine schwarze Null, 18 Prozent erwarten eine schlechtere Entwicklung. Immerhin 39 Prozent sehen Chancen für eine verglichen mit 2023 positive Entwicklung. Diese Tendenz zeigt sich auch in den Erwartungen für das erste Halbjahr 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage zur aktuellen Stimmung in der Werbebranche auf einer Skala von 8 = ausgezeichnet bis 1 = bedrohlich zeigt im Frühjahr 2024 mit 3,1 Punkten einen nahezu identischen Durchschnittswert wie in der Herbstwelle 2023 (3,2 Punkte). Aufgeschlüsselt nach Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ergeben sich für die wirtschaftliche Situation gleichbleibend 3,6 Punkte, zur politischen Lage nochmals schlechtere 2,3 Punkte (Herbst 2023: 2,5) sowie gesellschaftlich 3,3 Punkte (Herbst: 3,4 Punkte). Die weiterhin historisch niedrigen Werte können als Echo auf die wirtschafts- und werbepolitische Regierungsarbeit aufgefasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Stimmung_Werbebranche.png" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="303" src="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Stimmung_Werbebranche.png" alt="" class="wp-image-5938" style="width:554px;height:auto" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Stimmung_Werbebranche.png 567w, https://zaw.de/app/uploads/2024/05/ZAW_Stimmung_Werbebranche-300x160.png 300w" sizes="auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitsmarktsituation ist aus Sicht fast aller ZAW-Mitglieder problematisch: Rund 47 Prozent der Mitglieder beklagen weiterhin einen großen bis sehr großen Fachkräftemangel, ebenso viele einen mittelgroßen und nur 6 Prozent einen geringen. 75 Prozent geben an, dass die Lebensmittelwerbeverbotspläne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bei ihren Mitgliedern Arbeitsplätze sicher bzw. sehr wahrscheinlich gefährden – 46 Prozent der ZAW-Mitglieder sehen zudem, dass die Pläne ihre Geschäftsentwicklung stark bzw. sehr stark beeinflussen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betrieblich unternehmerische Situation sehen die ZAW-Mitglieder wieder kritischer als noch im Vorjahr: 47 Prozent befürchten Insolvenzen (2023: 33 Prozent), 57 Prozent gehen davon aus, dass es Fusionen geben wird. Sorgen bereitet ihnen außerdem das für die Branche so wichtige Konsumklima: Nur 3 Prozent schätzen es als positiv ein, 41 Prozent als mittelmäßig und mit 56 Prozent mehr als die Hälfte als schlecht. Immerhin, gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine spürbare Verbesserung dar (2023: 78 Prozent).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politische To-Dos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">ZAW-Präsident Andreas F. Schubert appelliert an die Politik: „Wir brauchen beides: Auf der einen Seite regulatorisches Augenmaß, die Rückkehr zu Maß und Mitte, wenn es um Vorgaben und Einschränkungen geht. Und auf der anderen Seite tatkräftiges Engagement in Bezug auf die digitalen Werbemärkte. Die Möglichkeit freier und unbürokratischer Marktkommunikation ermöglicht erst den Erfolg von Marken und Innnovationen – und für Verbraucher angemessene Preise. Verbote und Bürokratie bewirken das Gegenteil. Zudem ist für die breite Zugänglichkeit, ja die Existenz vieler Medienangebote – und damit für die demokratische Verfassung der Gesellschaft – die Werbefinanzierung wichtiger denn je.“ Dr. Bernd Nauen, ZAW-Hauptgeschäftsführer ergänzt: „Evidenzbasierte Entscheidungen und Reality-Checks werden in vielen Bereichen benötigt: Wenn Forderungen nach produktbezogenen Werbeverboten erhoben werden, bezüglich der Vorgaben für umweltbezogene Werbung, bei der Beurteilung datenbasierter Geschäftsmodelle und ganz besonders auch mit Blick auf die Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen auf den digitalen Werbemärkten und dem Schutz vor einseitiger Regelungsmacht durch Gatekeeper. Wir sind gespannt, ob die europäischen Institutionen nach der Wahl die Zeichen der Zeit erkennen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ZAW-Jahrbuch 2024 ist erschienen, lesen Sie auf 54 Seiten Daten und Trends zur Werbewirtschaft, Werbepolitik und Selbstregulierung.</p>
</div></div>
</div>



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		<title>Lebensmittel- und Werbewirtschaft widersprechen Minister Özdemir: breite Ablehnung gegen Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz</title>
		<link>https://zaw.de/lebensmittel-und-werbewirtschaft-widersprechen-minister-oezdemir-breite-ablehnung-gegen-kinder-lebensmittel-werbegesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 11:57:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Referentenentwurf des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz (KLWG) ist nach Auffassung von Expertinnen und Experten nicht nur verfassungs- und europarechtswidrig, sondern er basiert auf methodisch schwachen Studien, die keine wissenschaftliche Evidenz für eine Kausalität zwischen Werbung und der Übergewichtsentwicklung bei Kindern liefern. Das KLWG würde in der aktuellen Fassung zudem für erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Medien- und Werbewirtschaft sorgen. Zu diesem Urteil kamen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der Veranstaltung „Anspruch, Wirklichkeit und Folgen des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes“ vom Lebensmittelverband Deutschland und dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">Lebensmittel- und Werbewirtschaft widersprechen Minister Özdemir: breite Ablehnung gegen Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz</h1></div></div>



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<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-10-19T13:57:28+02:00">19. Oktober 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">34 Verbände der Lebensmittel- und Werbewirtschaft haben unter der Federführung des Lebensmittelverbands Deutschlands und des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) erneut gegenüber dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ihre geschlossene, ablehnende Haltung zum aktuellen Referentenentwurf des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes (KLWG) verdeutlicht. Dem vorausgegangen war die unwahre Behauptung von Bundesminister Cem Özdemir, dass sich „lediglich eine wirklich sehr kleine Gruppe von Leuten mit diesem Regelungsvorschlag schwertut“ (O-Ton Bundesminister Cem Özdemir im Rahmen der Vorstellung des Ernährungsreports 2023 am 13.10.2023).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands, kontert: „Es geht in der Werbeverbots-Debatte nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um eine eindeutige Faktenlage. Diese Fakten haben wir uns nicht ausgedacht, sondern sie sind nachzulesen in mehreren Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags sowie in den wissenschaftlichen Bewertungen von Prof. Dr. Martin Burgi und Katharina Schüller. Ebenso haben die Bundesländer sich kritisch geäußert. Wir argumentieren nicht gegen den Schutz von Kindern, wir argumentieren gegen einen Gesetzesentwurf, der so tut, als würde er Kinder schützen wollen. Zielführende Schritte können nur wirklich zielgerichtete Maßnahmen sein, die beim Individuum ansetzen, also Ernährungs- und Medienbildung, Bewegungsförderung und ein vielfältiges Lebensmittelangebot für jeden Bedarf.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Bernd Nauen, Hauptgeschäftsführer des ZAW, ergänzt: „Der KLWG-Entwurf ist unter allen maßgeblichen Gesichtspunkten nicht tragfähig: die im Koalitionsvertrag vereinbarte Ausrichtung wird deutlich verfehlt, er stuft rund 70 Prozent der Lebensmittel als ungesund ein und verbietet pauschal, auch gegenüber Erwachsenen, ihre Bewerbung. Dies zieht einen irreparablen Schaden in der Medien- und Werbewirtschaft nach sich, da rund 3 Mrd. Euro Werbeeinnahmen fehlen werden, die nicht kompensiert werden können und u.a. die Refinanzierung von Qualitätsjournalismus, Unterhaltung, Kultur und Sport beschädigen. Wirksamkeitsbelege für die Reduktion von kindlichem Übergewicht durch Werbeverbote liefert das BMEL nicht, es gibt sie auch nicht. Hinzu kommt, dass für weite Teile der Vorschläge bereits keine Kompetenzgrundlage besteht und die Regelungen deutlich unverhältnismäßig wären. Eine solche Politik ist für Unternehmen, Medien, Verbraucher und den Gesundheitsschutz nicht anzuraten – erst Recht in der gegenwärtigen Verfassung des Landes.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritikpunkte der Verbände im Überblick:</p>



<p class="wp-block-paragraph">•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Durch die Anlehnung an das WHO-Nährwertprofil-Modell für Europa 2023 (Stand Referentenentwurf vom 28.6.2023) erfasst das KLWG weiterhin schätzungsweise 70 Prozent aller Lebensmittel.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Entwurf erfasst dabei nicht nur solche Werbung, die sich an Kinder „richtet“, sondern nahezu jegliche Kommunikationsmaßnahmen in den adressierten Medienformaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das KLWG ist wirtschafts- und innovationsfeindlich. Wenn schätzungsweise 70 Prozent der unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben hergestellten und vertriebenen Lebensmittel regierungsseitig auf mehr als fragwürdiger Grundlage und in völlig unverhältnismäßiger Weise pauschal als „ungesund“ abqualifiziert und mit prohibitiven Werbeverboten belegt werden sollen, wird der Kernbestand marktwirtschaftlicher Prinzipien ausgehöhlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das BMEL besitzt selbst erklärtermaßen keinerlei Wirksamkeitsbelege für das angestrebte Ziel, mit Werbeverboten eine direkte Wirkung auf gesundheitliche Endpunkte zu erzielen. Dies wurde vom Max Rubner-Institut bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dafür werden aber wissenschaftliche Studien, die keine Kausalität zwischen Werbung und kindlichem Übergewicht belegen, als vermeintliche Begründung für eine Wirksamkeit des Gesetzes aufgeführt. Ein genauerer Blick in bestehende Studien bestätigt hingegen, dass die Behauptungen zu den angeblichen negativen Wirkungen von Werbung auf das Ernährungsverhalten und die Übergewichtsprävalenz von Kindern nicht tragfähig sind (siehe Gutachten von Katharina Schüller<a href="#_ftn1" id="_ftnref1">[1]</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">•            Das KLWG ist rechtlich weiterhin nicht tragfähig. Die Rundfunkkommission der Bundesländer sieht keine kompetenzielle Grundlage für den KLWG-Entwurf. Der neu aufgelegte Entwurf ändert zudem an der (zum ersten Entwurf) in einem umfassenden Gutachten von Prof. Dr. Martin Burgi<a id="_ftnref2" href="#_ftn2">[2]</a> vorgetragenen Kritik substanziell nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbände der Lebensmittel- und Werbewirtschaft haben ihre Kritik in einem Schreiben an Bundesminister Cem Özdemir noch einmal umfassend dargelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterzeichner sind:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lebensmittelverband Deutschland e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e. V. (bogk)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband der Systemgastronomie e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. (BVLH)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband Deutscher Wurst- &amp; Schinkenproduzenten e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband Druck und Medien e. V. (bvdm)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesverband spezielle Lebensmittel (DIÄTVERBAND) e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DEHOGA Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutscher Bauernverband e. V. (DBV)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutscher Fleischer-Verband e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsches Tiefkühlinstitut e. V. (dti)</p>



<p class="wp-block-paragraph">FAW Fachverband Außenwerbung e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kulinaria Deutschland e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Markenverband e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Milchindustrie-Verband e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MVFP Medienverband der freien Presse e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Süßstoff-Verband e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">VAUNET – Verband Privater Medien e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verein der Zuckerindustrie e. V. (VdZ)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verband Deutscher Großbäckereien e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e. V. (WVZ)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e. V. (wafg)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref1" id="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.stat-up.com/post/wissenschaftliches-gutachten-zur-wirkung-von-werbung-auf-die-ern%C3%A4hrung-von-kindern">https://www.stat-up.com/post/wissenschaftliches-gutachten-zur-wirkung-von-werbung-auf-die-ern%C3%A4hrung-von-kindern</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref2" id="_ftn2">[2]</a> <a href="https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig">https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>The post <a href="https://zaw.de/lebensmittel-und-werbewirtschaft-widersprechen-minister-oezdemir-breite-ablehnung-gegen-kinder-lebensmittel-werbegesetz/">Lebensmittel- und Werbewirtschaft widersprechen Minister Özdemir: breite Ablehnung gegen Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
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		<title>„BITTE ZU ENDE DENKEN!“: Gemeinsame Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zu den Auswirkungen des geplanten Kinder-Lebensmittel- Werbegesetzes</title>
		<link>https://zaw.de/bitte-zu-ende-denken-gemeinsame-initiative-von-branchenverbaenden-und-vermarktern-zu-den-auswirkungen-des-geplanten-kinder-lebensmittel-werbegesetzes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 06:48:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zaw.de/?p=5494</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Referentenentwurf des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz (KLWG) ist nach Auffassung von Expertinnen und Experten nicht nur verfassungs- und europarechtswidrig, sondern er basiert auf methodisch schwachen Studien, die keine wissenschaftliche Evidenz für eine Kausalität zwischen Werbung und der Übergewichtsentwicklung bei Kindern liefern. Das KLWG würde in der aktuellen Fassung zudem für erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Medien- und Werbewirtschaft sorgen. Zu diesem Urteil kamen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der Veranstaltung „Anspruch, Wirklichkeit und Folgen des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes“ vom Lebensmittelverband Deutschland und dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">„BITTE ZU ENDE DENKEN!“: Gemeinsame Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zu den Auswirkungen des geplanten Kinder-Lebensmittel- Werbegesetzes</h1></div></div>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-10-19T08:48:36+02:00">19. Oktober 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Start der Aktion am 19. Oktober 2023</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Planungen zu einem Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz stehen vor einer politischen Weichenstellung. Nach dem Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Bundesminister Cem Özdemir dürften <strong>mehr als 70 Prozent aller Lebensmittel* </strong>in vielen Fällen nicht mehr beworben werden. Dies bedeutete einen <strong>Bruttowerbeverlust von deutschlandweit rund 3 Milliarden Euro**</strong>. Besonders private Medienunternehmen sind von dieser Regelung betroffen. Sie benötigen Werbeumsätze, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren, erhebliche Teile ihres Gesamtbudgets stammen aus der Lebensmittelwerbung. Ebenso stehen Unternehmen in der Lebensmittelbranche vor massiven Einschränkungen bei der Bewerbung ihrer Produkte. Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat zudem in einem Gutachten bestätigt, dass keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die einen direkten Zusammenhang zwischen Werbeverboten und dem Übergewicht von Kindern zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Initiative „<strong>BITTE ZU ENDE DENKEN!</strong>“ wollen führende Verbände und Vermarkter der deutschen Werbewirtschaft auf die weitreichenden Konsequenzen eines umfassenden Werbeverbotes für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und journalistische Freiheit aufmerksam machen, wie sie aus dem Kinder-Lebensmittel- Werbegesetz in der derzeit vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgesehenen Fassung folgen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützer der Aktion sind ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft), BVE (Bundesvereinigung der Ernährungswirtschaft), BDZV (Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger), MVFP (Medienverband der freien Presse), VAUNET (Verband Privater Medien), BVDA (Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen), BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft), VDL (Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien), FAW (Fachverband Außenwerbung) und der Markenverband sowie die Vermarkter Media Impact, Ad Alliance, BCN, VISOON, Bonial, RMS und Framen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Motive erscheinen ab dem 19. Oktober 2023 in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften sowie Digital und auf Social-Media-Kanälen der Unterstützer und fordert die Verantwortlichen in der Politik auf, die Folgen eines derartigen Gesetzes zu Ende zu denken:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Gesundheit unserer Kinder liegt uns am Herzen. Deshalb wünschen wir uns wirksame Maßnahmen, die Kinder vor Fehlernährung schützen. Werbeverbote sind unwirksam im Kampf gegen kindliches Übergewicht. Wir wollen, dass unsere Kinder in einer Welt mit Informations-, Meinungs- und Medienvielfalt aufwachsen können. Denn durch pauschale Werbeverbote wie das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz verlieren Medien nicht nur eine der wichtigsten Einnahmequellen, sondern unsere Gesellschaft auch die zuverlässige Versorgung mit Informationen als Gegengewicht zu Desinformation und Fake News.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative unterstützt die Argumente des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). <strong>Weitere Informationen zum Gesetzesentwurf finden Sie unter <a href="https://lieber-mündig.de/"><u>lieber-mündig.de</u>.</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">*Quelle: Werbeverbote für Lebensmittel aufgrund ihres Zucker-, Fett- oder Salzgehalts als Eingriffe in die Kommunikations- und Wirtschaftsverfassung des Grundgesetzes und des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Rechtswissenschaftliche Untersuchung von Professor Dr. iur. Martin Burgi, Ordinarius für Öffentliches Recht und Europarecht an der Juristischen Fakultät der Ludwig- Maximilians-Universität München im Auftrag des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) e.V. und des Lebensmittelverbands Deutschland e.V., April 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">**Quelle: Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes – „KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft von Prof. Dr. Justus Haucap. Ein Gutachten im Auftrag des Markenverband e.V., Juni 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>ZAW und Deutscher Werberat trauern um ihren langjährigen Sprecher Volker Nickel</title>
		<link>https://zaw.de/zaw-und-deutscher-werberat-trauern-um-ihren-langjaehrigen-sprecher-volker-nickel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Oct 2023 11:50:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zaw.de/?p=5468</guid>

					<description><![CDATA[<p>Medien- und Werbewirtschaft begrüßt Vorgehen der Europäischen Kommission gegen Google wegen Wettbewerbsbeschränkungen im Bereich der Online-Werbetechnologie („AdTech“)</p>
<p>The post <a href="https://zaw.de/zaw-und-deutscher-werberat-trauern-um-ihren-langjaehrigen-sprecher-volker-nickel/">ZAW und Deutscher Werberat trauern um ihren langjährigen Sprecher Volker Nickel</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">ZAW und Deutscher Werberat trauern um ihren langjährigen Sprecher Volker Nickel</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-10-07T13:50:02+02:00">7. Oktober 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 80 Jahren ist Volker Nickel, der langjährige Sprecher von ZAW und dem Deutschen Werberat, am 26. September in Berlin verstorben. 41 Jahre lang war Nickel Vordenker, Sprecher und Lenker für die Werbebranche, bis er sich vor zehn Jahren, im Sommer 2013, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Wer Volker Nickel kannte, wusste, dass dies eine Verabschiedung vom Beruf, nicht aber von seiner Berufung war. Das präzise Nachdenken über die Irrungen und Wirrungen der Politik, Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft – auch der eigenen Branche und Profession – einzustellen, entsprach nicht seiner Natur, seinem Intellekt und seinem Temperament. Er blieb der Gegenwart, vor allem aber der Zukunft der Werbung verbunden. Denn ihre Relevanz war für ihn eine Herzensangelegenheit und ihre Freiheit und Verantwortung bedeuteten ihm weiter viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geboren 1943 in Breslau, kam er in den Nachkriegswirren mit seiner Familie nach Berlin, wo er aufwuchs und das journalistische Handwerk erlernte. Beruflich zog es ihn 1968 weiter nach Bonn, einer Stadt, die er zeitlebens für sich als Übergang betrachtete. Von 1970 bis 1972 arbeitete er in stellvertretender Funktion als Leiter der Informationsabteilung der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft. 1972 wurde er Sprecher des ZAW und danach der neu gegründeten Selbstkontrolleinrichtung Deutscher Werberat, einer Institution, an deren Entstehung er maßgeblich beteiligt war. Als der ZAW 2003 nach Berlin umzog, war es für Volker Nickel die Rückkehr in „seine Stadt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ZAW-Präsident Andreas F. Schubert: „Volker Nickel war ein Vordenker unserer Branche, wie es kaum einen anderen gab. Er war ihre Stimme und wurde in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehört. Die Werbewirtschaft und ganz besonders wir als ZAW verdanken ihm unendlich viel. Als Sprecher und Geschäftsführer ‚Freiheit für die Werbung‘ hat er bei Journalisten und Kollegen der Werbebranche Denkmalstatus, auch zehn Jahre nach seiner Verabschiedung sind seine präzisen Analysen und treffenden Formulierungen, auch wenn sie für manche provokant klangen, immer wieder Thema. Er bleibt unvergessen, ebenso seine Verdienste.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Abschiedsrede vom 6. September 2013 – natürlich über die Zukunft der Werbung – sagte Nickel bescheiden: „Mich selbst haben wir hier rasch mit zwei Bildern abgehandelt. Erstes Bild: Die eigene Bedeutung schwindet, wenn man versucht, sich aus größerem Abstand zu sehen. Das macht eine ganz andere Dimension deutlich: Hier sehen wir die Erde mit ihrem Durchmesser von 12.700 Kilometern vom Saturn aus fotografiert. Da relativiert sich Einiges. Das zweite Bild zeigt, dass der Einzelne seine Leuchtkraft vor allem in Gemeinschaft mit anderen erhält.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Leuchtkraft bleibt, lieber Volker, wir werden sie bewahren!<br><br>Andreas F. Schubert<br>Präsident ZAW</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Hinderer<br>Vorsitzender<br>Deutscher Werberat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Bernd Nauen<br>Hauptgeschäftsführer ZAW</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katja Heintschel von Heinegg<br>Geschäftsführerin ZAW<br>und Deutscher Werberat</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>sowie die Mitarbeiter der Geschäftsstelle von ZAW und Deutschem Werberat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%"></div>
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		<title>Werbemarkt 2022 im Plus, aber viele offene Baustellen. 2023 startet schwach und zusätzlich mit politischen Abwärtsrisiken.</title>
		<link>https://zaw.de/werbemarkt-2022-im-plus-aber-viele-offene-baustellen-2023-startet-schwach-und-zusaetzlich-mit-politischen-abwaertsrisiken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 05:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zaw.de/?p=4871</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Werbewirtschaft in Deutschland erzielte 2022 insgesamt ein Marktvolumen von rund 48,1 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 1,6 Prozent zum Vorjahr. Die erhoffte und in vielen Branchensegmenten benötigte Erholung nach den Corona-Jahren hat sich aufgrund des Ukraine-Konflikts und dessen wirtschaftlicher Folgen in 2022 jedoch nicht eingestellt. Fast alle Kennzahlen der Werbebranche erreichen noch [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://zaw.de/werbemarkt-2022-im-plus-aber-viele-offene-baustellen-2023-startet-schwach-und-zusaetzlich-mit-politischen-abwaertsrisiken/">Werbemarkt 2022 im Plus, aber viele offene Baustellen. 2023 startet schwach und zusätzlich mit politischen Abwärtsrisiken.</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">Werbemarkt 2022 im Plus, aber viele offene Baustellen. 2023 startet schwach und zusätzlich mit politischen Abwärtsrisiken.</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-05-25T07:40:26+02:00">25. Mai 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Werbewirtschaft in Deutschland erzielte 2022 insgesamt ein Marktvolumen von rund 48,1 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 1,6 Prozent zum Vorjahr. Die erhoffte und in vielen Branchensegmenten benötigte Erholung nach den Corona-Jahren hat sich aufgrund des Ukraine-Konflikts und dessen wirtschaftlicher Folgen in 2022 jedoch nicht eingestellt. Fast alle Kennzahlen der Werbebranche erreichen noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Die Nettoerlöse der Medien sanken zudem um 0,6 Prozent. Untypisch schlecht für die Branche war das letzte Quartal 2022: Der Weihnachtseffekt blieb aus, so dass viele Werbeträger – auch Online – in diesem Quartal ins Minus rutschten. Die Investitionen in Werbung wiederum stiegen zwar leicht um 0,3 Prozent, dies aber vor allem inflationsbedingt aufgrund höherer Produktionskosten. Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation nahmen aufgrund von Corona-Nachholeffekten um 6 Prozent zu. Der Ausblick auf 2023 stimmt besorgt: Die weiter hohe Inflation mit entsprechend zurückhaltendem Konsumklima auf der einen und drohende negative politische Rahmenbedingungen auf der anderen Seite belasten die Branche. 2023 wird ein Risikojahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ZAW-Präsident Andreas F. Schubert bilanziert: „Bedingt durch Einflüsse, die unsere Branche selbst nicht steuern kann wie die Folgen von Corona und den Ukraine-Krieg, erlebt sie seit drei Jahren ein ungewöhnliches Auf und Ab. Hohe Inflation und die dadurch bedingte geringe Konsumneigung und steigende Kosten innerhalb des Sektors wirkten im vergangenen Jahr – und bis heute &#8211; deutlich dämpfend. Wir können die Politik in dieser wirtschaftlich angespannten Zeit vor Überregulierung nur warnen. Viel steht auf dem Spiel: Werbeverbote und überkomplexe Anforderungen für die Marktkommunikation schränken Investitionen ein, bedeuten weniger Wertschöpfung für Marken und Unternehmen, gefährden den Markterfolg von Innovationen und sind Gift für die Refinanzierungskraft der Medien. Nichts von dem hat Deutschland derzeit im Überfluss – und die Aussichten sind ungewiss.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Werbejahr 2023 im Detail</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesamtvolumen der kommerziellen Kommunikation stieg um 1,6 Prozent auf 48,1 Mrd. Euro (2021: 47,3 Mrd. Euro). Es lag trotz des Anstiegs unter dem Vorkrisenniveau mit 48,3 Mrd. Euro (2019). Damit ist der Gesamtmarkt auch im dritten Jahr nach dem Corona-Beginn im Frühjahr 2020 noch nicht auf dem Niveau von 2019 angelangt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4875" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu-1024x1024.jpg 1024w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu-300x300.jpg 300w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu-150x150.jpg 150w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu-768x768.jpg 768w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_diagramm_web_neu.jpg 1191w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die medienbasierten Investitionen in Werbung stiegen mit 36,2 Mrd. Euro um 0,3 Prozent (2021: 36,1 Mrd. Euro), die Netto-Werbeerlöse machen etwa 70 Prozent der Investitionen in Werbung aus. Grund für die leicht gestiegenen Werbeinvestitionen waren 2022 vor allem die höheren Produktionskosten. Dieser Wert ist der Einzige, der sich über dem Vorkrisenniveau befindet (2019: 34,9 Mrd. Euro). Betrug die Inflation 2019 noch 1,4 Prozent, lag sie 2022 jedoch bei 7,9 Prozent. Die höheren Energie-, Rohstoffpreise und Gehälter verteuerten die Werbeproduktion. Inflationsbereinigt kann von wachsenden Investitionen also keine Rede sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_2023_Netto-Werbeeinnahmen-20212022.jpg">Netto-Werbeeinnahmen</a> sanken 2022 leicht um 0,6 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro. Ganz ungewohnt performte die Online-Werbung nicht mehr zweistellig und konnte die Bilanz wie in den Vorjahren auch nicht abfedern: Die digitale Werbung stieg deutlich weniger dynamisch um rund 2 Prozent – wobei wenige Plattformen einmal mehr besser als der Gesamtmarkt abschnitten. Außenwerbung, Anzeigenblätter, Direktwerbung, Fachzeitschriften, Radio und Kino vermeldeten ebenfalls positive Ergebnisse, aber: Bei aller Freude über die guten Zahlen dieser Medien/Werbeträger, ein Wachstum auf das Vorkrisenniveau 2019 wurde von fast allen – mit Ausnahme der Online-Werbung, die seit 2019 deutlich zulegen konnte – nicht erreicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="558" src="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Netto-Werbeeinnahmen-1024x558.png" alt="" class="wp-image-4878" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Netto-Werbeeinnahmen-1024x558.png 1024w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Netto-Werbeeinnahmen-300x163.png 300w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Netto-Werbeeinnahmen-768x418.png 768w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Netto-Werbeeinnahmen.png 1392w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation – Sponsoring, Kataloge und Weitere Werbedrucke sowie Werbeartikel – nahmen 2022 deutlich um 5,5 Prozent auf 11,91 Mrd. Euro (2021: 11,29 Mrd. Euro), preisgetrieben wie in der Druckindustrie, aber auch erholungsbedingt nach Corona, zu. Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) konnte infolge der wiedergewonnenen Möglichkeiten für haptische Werbung und verstärkte Investitionen in Wirkungsforschung ein Umsatzplus von rund 6 Prozent auf 2,80 Mrd. Euro vermelden, aber auch hier bleibt der Wert deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit 3,65 Mrd. Euro in 2019. &nbsp;Der Aufwärtstrend der weiteren Formen kommerzieller Kommunikation ist klar erkennbar, auch sie blieben jedoch noch unter dem Vorkrisenniveau von 13,44 Mrd. Euro in 2019.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Arbeitsmarkt: Jobangebote in der Werbebranche entwickeln sich moderat positiv</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der überhitzten Arbeitnehmersuche in 2021 mit Corona-Nachholeffekten von plus 90 Prozent, normalisierten sich die Jobangebote 2022 mit einem Plus von 10 Prozent zum Vorjahr. Die größte Nachfrage besteht traditionell bei den Agenturen, die im Berichtsjahr rund 60 Prozent der Angebote stellten, vor den Werbungtreibenden mit 30 Prozent und den Medien mit 11 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während bei den Agenturen vor allem Account Manager (857 Angebote) gefragt waren, suchten die werbenden Unternehmen Personal im Bereich Marketing und Werbung (1.562) – gefragt waren vor allem Marketing-Leiter. Bei den Medien wurden in erster Linie Media-experten gesucht (395), auch hier war die Leitungsebene – vor allem Medialeiter – stark nachgefragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitslosenzahl im Bereich Marketing und Werbung stieg um 6 Prozent von 23.753 in 2021 auf 25.160 in 2022 (jeweils Monat Dezember), so die Bundesagentur für Arbeit. Die Daten gehen mit den ZAW-Zahlen insofern konform, als in der zweiten Jahreshälfte 2022 die Jobangebote um rund 20 Prozent im Vergleich zu den ersten 6 Monaten sanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fachkräftemangel ist noch vor der konjunkturellen Lage das größte Wachstumshemmnis der Branche. Bei 80 Prozent der Agenturen bremste der Fachkräftemangel laut GWA Frühjahrsmonitor 2023 die Geschäfte aus. Daher investierten die Agenturen mehr denn je in ihre Mitarbeitenden: Bei fast 80 Prozent der Befragten haben sich die Kosten für Personal 2022 erhöht, was sich 2023 fortsetzen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ZAW-Trendanalyse 2023</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die ZAW-Trendanalyse zeigt ein gedämpftes Bild bei den konjunkturellen und werbewirtschaftlichen Erwartungen im 1. Halbjahr 2023: 31 Prozent der ZAW-Mitglieder erwarten bestenfalls eine schwarze Null, 62 Prozent sehen ein Ergebnis ähnlich zu 2022 mit positiven wie negativen Erwartungen. Nur rund 7 Prozent hoffen auf eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sorgen bereitet den ZAW-Mitgliedern das aktuelle Konsumklima: 44 Prozent der ZAW-Mitglieder stufen das für die Branche so wichtige Konsumklima als schlecht ein, 50 Prozent lediglich als mittelmäßig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage zur Stimmung in der Werbebranche auf einer Skala von 8 = ausgezeichnet bis 1 = bedrohlich zeigt im Frühjahr 2023 einen schlechteren Durchschnittswert mit 3,2 im Vergleich zum Frühjahr 2022 (3,5). Aufgeschlüsselt nach Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ergeben sich für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation verhaltene 3,8 Punkte und zur politischen Lage besorgte 2,1 Punkte. Ausschlaggebend hierfür sind die Verbotspläne des BMEL: </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="555" src="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Stimmung-in-der-Werbewirtschaft-1024x555.png" alt="" class="wp-image-4882" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Stimmung-in-der-Werbewirtschaft-1024x555.png 1024w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Stimmung-in-der-Werbewirtschaft-300x163.png 300w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Stimmung-in-der-Werbewirtschaft-768x416.png 768w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/Grafik_Stimmung-in-der-Werbewirtschaft.png 1390w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 74 Prozent geben an, dass die Politik des BMEL bei ihren Mitgliedern Arbeitsplätze gefährden (ja: 27Prozent, wahrscheinlich: 47 Prozent).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene-1024x576.png" alt="" class="wp-image-4881" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene-1024x576.png 1024w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene-300x169.png 300w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene-768x432.png 768w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene-1536x864.png 1536w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/BMEL-Lebensmittelwerbeverbotsplaene.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umfrageergebnisse bei den ZAW-Mitgliedern geben die Aussichten für 2023 vor: Stagnation, nicht mehr, liegt im Rahmen der konjunkturellen Möglichkeiten. Auch das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im ersten Quartal 2023 und spiegelt damit eine ähnliche Situation für die Gesamtwirtschaft wider.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Blick auf die politischen Rahmenbedingungen in 2023</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas F. Schubert kommentiert die politischen Herausforderungen: „Mit dem geplanten Werbeverbot des BMEL würde massiv eingegriffen: Lebensmittelwerbung würde nicht gegenüber Kindern, sondern weitgehend unspezifisch auch gegenüber Erwachsenen zu weiten Teilen verboten. Rund 70 Prozent aller Lebensmittelprodukte würden mit nahezu vollständigen Kommunikationsverboten belegt. Die damit drohende Demonetarisierung der Medien durch den Gesetzgeber <a>–</a> sie läge nach validen Berechnungen oberhalb der pandemiebedingten Einbußen – wäre von bislang unbekanntem Ausmaß und hätte entsprechende Folgen. Dies ist nicht das Programm einer Fortschrittskoalition. Der Ansatz ist auch perspektivisch gefährlich: für die Marktwirtschaft, für den Standort, seine Innovationskraft und auch gesellschaftspolitisch. Die unzutreffende Redeweise von „ungesunden Lebensmitteln“, wo es doch darum geht, eine gesunde Ernährung und Bewegung positiv zu fördern, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen: Das Ministerium verfügt, wie es selbst eingestehen musste, über keine Wirksamkeitsstudien, die eine nachhaltige substantielle Verringerung von kindlichem Übergewicht durch Werbeverbote belegen. Die Werbewirtschaft unterstützt das Ziel, die Übergewichtsprävalenz bei Kindern in Deutschland zu senken. Sie steht für verantwortungsadäquate Regulierung auf dem Boden des Koalitionsvertrags zur Verfügung. Lebenswirkliche, praktische Maßnahmen werden sich auszahlen, nicht aber Symbolpolitik mit der ernährungspolitisch am falschen Ende gearbeitet wird, deren Folgen aber auf breiter Front aus dem Ruder laufen werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bernd Nauen, ZAW-Hauptgeschäftsführer zur Agenda in anderen Bereichen: „Der Markt der Online-Werbung zeigt weiterhin ein deutliches Ungleichgewicht mit ausgeprägten wettbewerblichen Defiziten und überragender Regelsetzungsmacht weniger Player. Dies geht insbesondere zulasten von abertausenden Publishern, der Vielfalt und am längeren Ende auch der Verbraucher. Der EU-Gesetzgeber und auch Deutschland haben Gesetze erlassen, um dem entgegenzutreten. Das ist gut so. Die EU-Kommission und immer mehr nationale Wettbewerbsbehörden haben sich auf den Weg gemacht, den bestehenden Dysfunktionalitäten entgegenzutreten. Sie sollten sich hierfür nicht zu viel Zeit lassen und klare Entscheidungen treffen. Die Luft zum Atmen wird für viele immer dünner. Deshalb gilt mehr denn je auch bei neuen Regulierungsvorhaben, insbesondere für solche, die den Datenschutz und digitale Verbraucherrechte mehren wollen: zweimal hinschauen, reality checks und die Verhältnismäßigkeit wahren. Das Letzte, was das dringend benötigte Wachstum im Digitalen auf breiter Front benötigt, sind noch mehr Komplexität und Regulierungsvorteile für diejenigen, die in Zeiten der Regulierungsaskese alle strategischen Hügel besetzt haben und sie nun mit einseitiger Regelsetzungsmacht unter dem Deckmantel des Datenschutzes uneinnehmbar machen wollen“.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:#9b51e0" class="has-inline-color has-white-color">Das ZAW-Jahrbuch 2023 ist soeben erschienen: auf 56 Seiten viel Wissenswertes zur Werbewirtschaft, Werbepolitik und Selbstregulierung.</mark></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-759x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4868" width="325" height="438" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-759x1024.jpg 759w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-222x300.jpg 222w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-768x1037.jpg 768w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-1138x1536.jpg 1138w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web-1517x2048.jpg 1517w, https://zaw.de/app/uploads/2023/05/ZAW_Jahrbuch_0523_Cover_web.jpg 1890w" sizes="auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px" /></a></figure>
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		<title>Rechtsgutachten von Prof. Dr. Martin Burgi stuft geplantes Werbeverbot für Lebensmittel als deutlich verfassungs- und europarechtswidrig ein</title>
		<link>https://zaw.de/rechtsgutachten-von-prof-dr-martin-burgi-stuft-geplantes-werbeverbot-fuer-lebensmittel-als-deutlich-verfassungs-und-europarechtswidrig-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 07:06:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Professor Dr. Martin Burgi, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umwelt- und Sozialrecht der Ludwig-Maximilians-Universität München, stellte am Mittwoch,26. April 2023, sein Gutachten zum Referentenentwurf zum Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bei der der Jahrestagung des Lebensmittelverbands Deutschland vor. Das Gutachten wurde im Auftrag des Lebensmittelverbands und des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft erstellt. Der [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">Rechtsgutachten von Prof. Dr. Martin Burgi stuft geplantes Werbeverbot für Lebensmittel als deutlich verfassungs- und europarechtswidrig ein</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/aktuelles/" rel="tag">Aktuelles</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-04-27T09:06:39+02:00">27. April 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Professor Dr. Martin Burgi, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umwelt- und Sozialrecht der Ludwig-Maximilians-Universität München, stellte am Mittwoch,<br>26. April 2023, sein <a href="https://zaw.de/app/uploads/2023/04/Burgi-Gutachten-Werbeverbote.pdf">Gutachten</a> zum Referentenentwurf zum Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bei der der Jahrestagung des Lebensmittelverbands Deutschland vor. Das Gutachten wurde im Auftrag des Lebensmittelverbands und des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft erstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Referentenentwurf enthält, anders als vom BMEL unzutreffenderweise behauptet, eine nahezu lückenlose Aneinanderreihung von Kommunikationsverboten, die die Werbung für mindestens 70 Prozent aller Lebensmittel erfassen würde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Gutachten beweist, dass das BMEL Schrotschusspolitik betreibt. Mit der Programmatik des Koalitionsvertrags hat dies schlichtweg nichts mehr zu tun. Der Entwurf übernimmt unbesehen die Kampagnenforderungen von Vorfeldorganisationen. Hier geht es nicht um sachorientierte Lösungen, sondern um paternalistische Bevormundungspolitik“, fasst Bernd Nauen, ZAW-Hauptgeschäftsführer, zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Entwurf soll zwischen 6 und 23 Uhr jedwede Rundfunkwerbung für mindestens 70 Prozent aller Lebensmittel verboten sein. Über generelle Verbreitungsverbote, auch für die Außenwerbung, hinaus sind absolute Verbote für alle Medien/Werbeträger vorgesehen, mit denen die Kommunikation „im weitesten Sinne“ zum Erliegen gebracht werden soll.  Die Refinanzierung von Medien würde hierdurch in einem noch nie dagewesenen Ausmaß ausgeschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gutachten legt dar, dass das Vorbringen des BMEL evident unzureichend ist, um die vielfachen Eingriffe zu rechtfertigen. „Das BMEL selbst hat zugeben müssen, keinerlei Wirksamkeitsbelege für seine Verbotspolitik im Hinblick auf die Verringerung von Übergewicht bei Kindern zu besitzen“, erinnert Nauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Anwendungsbereich und Eingriffsintensität unterscheidet sich der Referentenentwurf laut Burgis Gutachten signifikant von vorherigen politischen Verlautbarungen im Koalitionsvertrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Martin Burgi kommentiert: „Statt einer evidenzbasierten Gefahrenprognose handelt es sich hier um eine reine Gefahrenvermutung ‚ins Blaue hinein‘. Auf Basis einer bloß gefühlten und bislang nicht belegten Gefahr derart weitreichende Freiheitsbeschränkungen vorzunehmen, ist &#8211; soweit ersichtlich &#8211; beispielslos.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Zitate/Kernaussagen von Prof. Dr. Martin Burgi zu seinem Gutachten <a href="https://zaw.de/app/uploads/2023/04/Zitate-Burgi-1.pdf">hier</a>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><p class="MsoListParagraphCxSpFirst" style="margin-left:72.0pt;mso-add-space:
auto;text-indent:-18.0pt;mso-list:l0 level2 lfo1"><span style="font-family:&quot;Courier New&quot;;mso-fareast-font-family:&quot;Courier New&quot;"><span style="mso-list:Ignore"><span style="mso-list:Ignore"></span></span></span></p><p class="MsoListParagraphCxSpLast"><span style="font-family:&quot;Calibri Light&quot;,sans-serif;
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major-latin"> </span></p>     </p>



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		<title>18. April 2023:  EU-Verbandsklagenrichtlinie — Umsetzung in deutsches Recht &#8222;Was ist für ein faires Verfahren wichtig?&#8220;</title>
		<link>https://zaw.de/18-april-2023-eu-verbandsklagenrichtlinie-umsetzung-in-deutsches-recht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 13:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ZAW lädt am 18. April 2023 gemeinsam mit seinen Mitgliedern und weiteren Verbänden und Organisationen ein: Verfolgen Sie im Livestream ab 12 Uhr die Diskussion des offiziellen Referentenentwurfs eines Verbandsklagenrichtlinienumsetzungsgesetzes (VRUG) mit den Berichterstatterinnen und Berichterstattern der Bundestagsfraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP und CDU/CSU. Mit dem Entwurf soll die EU-Verbandsklagenrichtlinie (EU 2020/1828) umgesetzt [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">18. April 2023:  EU-Verbandsklagenrichtlinie — Umsetzung in deutsches Recht &#8222;Was ist für ein faires Verfahren wichtig?&#8220;</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-04-17T15:21:00+02:00">17. April 2023</time></div>

<div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/veranstaltungen/" rel="tag">Veranstaltungen</a></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
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<p class="wp-block-paragraph">Der ZAW lädt am 18. April 2023 gemeinsam mit seinen Mitgliedern und weiteren Verbänden und Organisationen ein: Verfolgen Sie im Livestream ab 12 Uhr die Diskussion des offiziellen Referentenentwurfs eines Verbandsklagenrichtlinienumsetzungsgesetzes (VRUG) mit den Berichterstatterinnen und Berichterstattern der Bundestagsfraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP und CDU/CSU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Entwurf soll die EU-Verbandsklagenrichtlinie (EU 2020/1828) umgesetzt werden. Die Richtlinie lässt den EU-Mitgliedsstaaten einen weiten Spielraum bei der Umsetzung. Die letzten Monate haben gezeigt, dass die Form der Umsetzung der EU-Vorgaben politisch außerordentlich umstritten ist. Für die deutsche Wirtschaft ist eine ausgewogene Ausgestaltung der neuen Klagemöglichkeit unter angemessener Berücksichtigung der Interessen von Verbrauchern und Unternehmen von hoher Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Hier finden Sie das komplette <a href="https://live.invitario.com/data/uploads/files/20092/VA_Verbandsklage_18_April_2023_Programm.pdf">Programm</a> und hier geht es zum <a href="https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/aktuelle-informationen/umsetzung-der-eu-verbandsklagerichtlinie-in-der-debatte-93856">Livestream</a>.</p>



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<p>The post <a href="https://zaw.de/18-april-2023-eu-verbandsklagenrichtlinie-umsetzung-in-deutsches-recht/">18. April 2023:  EU-Verbandsklagenrichtlinie — Umsetzung in deutsches Recht &#8222;Was ist für ein faires Verfahren wichtig?&#8220;</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>Keine evidenzbasierte Politik: BMEL kündigt weitgehendes Totalwerbeverbot für Lebensmittel an.</title>
		<link>https://zaw.de/keine-evidenzbasierte-politik-bmel-kuendigt-weitgehendes-totalwerbeverbot-fuer-lebensmittel-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 15:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die heute vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellten Eckpunkte für Werbeverbote im Lebensmittelsektor sind nach Auffassung des ZAW nicht geeignet, zu einer nachhaltigen Reduktion von Übergewicht bei Kindern beizutragen. Die Agenda des Hauses ist einer Vielzahl gut belegter Einwände ausgesetzt. ZAW-Präsident Andreas F. Schubert bewertet die Eckpunkte: „Das Ministerium arbeitet am falschen Ende. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://zaw.de/keine-evidenzbasierte-politik-bmel-kuendigt-weitgehendes-totalwerbeverbot-fuer-lebensmittel-an/">&lt;strong&gt;Keine evidenzbasierte Politik: BMEL kündigt weitgehendes Totalwerbeverbot für Lebensmittel an.&lt;/strong&gt;</a> appeared first on <a href="https://zaw.de">Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.</a>.</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title"><strong>Keine evidenzbasierte Politik: BMEL kündigt weitgehendes Totalwerbeverbot für Lebensmittel an.</strong></h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2023-02-27T16:49:51+01:00">27. Februar 2023</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><p class="MsoNormal"><span style="font-family:&quot;Calibri Light&quot;,sans-serif;
mso-ascii-theme-font:major-latin;mso-hansi-theme-font:major-latin;mso-bidi-theme-font:
major-latin"><strong>Die heute vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellten Eckpunkte für Werbeverbote im Lebensmittelsektor sind nach Auffassung des ZAW nicht geeignet, zu einer nachhaltigen Reduktion von Übergewicht bei Kindern beizutragen. Die Agenda des Hauses ist einer Vielzahl gut belegter Einwände ausgesetzt.</strong></span></p></p>



<p class="wp-block-paragraph">ZAW-Präsident Andreas F. Schubert bewertet die Eckpunkte: „Das Ministerium arbeitet am falschen Ende. Noch in der letzten Woche wurde gegenüber dem ZAW, Verbänden der Lebensmittelwirtschaft und der Werbeträger/Medien vom BMEL bestätigt, dass dem Ministerium keine Wirksamkeitsstudien vorliegen, die einen positiven Einfluss von Werbeverboten auf das Ernährungsverhalten und eine Verringerung der Übergewichtsrate von Kindern belegen. Ungeachtet dessen, geht man heute weit über den Koalitionsvertrag hinaus. Die untaugliche Verbotspolitik nimmt in Kauf, die Refinanzierung von Medien und Sport weitgehend zu beschädigen und den Wettbewerb, darin eingeschlossen den Markterfolg von Innovationen, auszuschalten.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritikwürdig aus der Sicht des ZAW ist, dass das Ministerium nicht nur Reality-Checks und Folgeabschätzungen ausgeklammert, sondern seine Pläne schlichtweg irreführend beschrieben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies gilt im Hinblick auf die betroffenen Produkte wie auch unter dem Gesichtspunkt der erfassten Werbeformen und Kanäle.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit der WHO-Bezugnahme würden rund 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel produktseitig erfasst. Die von der WHO 2015 in einem intransparenten Prozess erarbeiteten Nährwertprofile teilen das Lebensmittelangebot anhand einiger weniger Nährstoffe in vermeintlich „gute“ (im wesentlichen unverarbeitetes Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch) und „schlechte“ (alle anderen) Lebensmittel ein und schließen von vorn herein – ohne Nährwertgrenze – ganze Produktgruppen per se von der Bewerbung aus.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als verlautbart, ist das WHO-Verbotsmodell jedoch weder ein verbreiteter noch erfolgreicher Politikansatz:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das WHO-Verbotsmodell ist nicht Bestandteil verbindlicher europäischer Regulierung und Gesetzgebung.</li>



<li>Es ist nicht Grundlage der Regulierung wie auch der Selbstregulierung zur Werbung in Österreich und Spanien.</li>



<li>In Portugal, dem einzigen Land, im dem es (modifiziert) herangezogen wird, liegt die Übergewichts- und Adipositasrate von Kindern doppelt so hoch wie in Deutschland. Ebenso ist die Lage in UK, wo knapp jedes dritte Kind betroffen ist – obwohl hier seit Jahren eine Verbotsregulierung gilt, die dem vorgestellten Ansatz des BMEL weitgehend entspricht.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen zu den erfassten Werbemaßnahmen bedeuten, anders als vom BMEL heute mitgeteilt, dabei ein nahezu geschlossenes generelles Werbe- und Sponsoringverbot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz Berufung auf den Koalitionsvertrag will das BMEL in erster Linie nicht an Inhalte und Aussagen in der Werbung, die sich spezifisch an Kinder richten, anknüpfen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Immer dann, wenn Produkte beworben werden, die eine bunte Aufmachung haben, soll das Verbot greifen.</li>



<li>Zudem ist geplant die Außenwerbung zu verbieten, wenn sie innerhalb einer Bannmeile von 100 Metern um Orte, an denen sich Kinder typischerweise aufhalten, installiert ist. Dies bezieht sich, wie mitgeteilt, auf alle Lebensmittel, die unter das WHO-Verbotsmodell fallen, also mindestens 80 Prozent aller Lebensmittel.</li>



<li>Nicht nur Medien, die sich an Kinder spezifisch richten, sollen als Werbeträger für die klare Mehrheit der Lebensmittel ausgeschlossen sein. Lebensmittel sollen im Fernsehen und Internet generell zwischen 6.00 und 23.00 Uhr nicht mehr beworben werden dürfen, wenn sie unter die WHO-Kriterien fallen. Davon betroffen sind ebenfalls mindestens 80 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Behauptung des BMEL, es gehe um zielgerichtete Vorschläge, ist irreführend. Tatsächlich ist eine massive Überregulierung geplant. Hierfür gibt es jedoch keine tragfähige Grundlage. Weder politisch, noch rechtlich und auch ernährungs- bzw. medienwissenschaftlich. Lebensmittel sind nicht per se gesund oder ungesund. Vielmehr finden alle Lebensmittel in einer ausgewogenen Ernährung ihren Platz. Werbeverbote gehen zudem an den lebenswirklichen Herausforderungen vorbei. Die Wirkung von Werbung im Hinblick auf den kategorialen Verzehr von Salz, Zucker und Fett wird vom BMEL verkannt. Werbung für Lebensmittel hat Einfluss auf die Marktanteile beworbener Produkte. Sie ist erwiesenermaßen aber nicht in der Lage, das Ernährungsverhalten von Kindern ungünstig in Richtung Übergewicht zu beherrschen. Heute wurde emotional angekündigt, evidenzbasierte Fakten sind dabei aber auf der Strecke geblieben“, ergänzt Bernd Nauen, Hauptgeschäftsführer ZAW.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe für kindliches Übergewicht sind tatsächlich multikausal und deshalb nicht monokausal mit Werbeverboten zu lösen. Zielführend sind ganzheitliche Ansätze, die den gesamten Lebensstil in den Blick nehmen, die Ernährungs- und Medienkompetenz stärken und dabei der deutlich gestiegenen Bewegungsarmut von Kindern Rechnung tragen – so auch aufgezeigt in der aktuellen WHO/OECD-Studie zur angewachsenen Bewegungsarmut in EU-Ländern. Die Vorschläge des BMEL schweigen hierzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit Blick auf die besonderen Möglichkeiten des Staates bei der Gemeinschaftsverpflegung in Kitas und Schulen für eine bessere Ernährungsumgebung Sorge zu tragen und eine proaktive Ernährungsbildung aufzusetzen, bleibt es bei bloßen Ankündigungen. Dabei ist Übergewicht und Adipositas in sozio-ökonomisch benachteiligten Bevölkerungskreisen überproportional ausgeprägt. Mit Werbeverboten wird die Lebens- und Ernährungsrealität in benachteiligten Familien jedoch nicht nachhaltig verbessert, wie eine Vielzahl von public-health Analysen und die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ZAW teilt die Zielsetzung, Übergewicht bei Kindern zu bekämpfen. Der besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern gilt es bei der Lebensmittelwerbung Rechnung zu tragen. Die Werbewirtschaft hat sich hierauf verpflichtet. Sie hat die Regeln in 2021 verschärft und setzt sie durch. Aussagen und Inhalte, die einer ausgewogenen Ernährung entgegenstehen, sind in der Lebensmittelwerbung gegenüber Kindern nicht zulässig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fakten und Evidenz zu Übergewicht und Werbeverboten:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1.Die Übergewichts- und Adipositasprävalanz in Deutschland liegt seit Jahren bei rund 15 Prozent. In anderen europäischen Ländern, die heute als wegweisend bei der Verbotsdebatte bezeichnet wurden, liegen sie weitaus höher, z.B. in UK, wo 1 von 3 Kindern übergewichtig oder adipös ist. Dies gilt auch für Portugal und Spanien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Seit der zweiten maßgeblichen RKI-KIGGS-Studie in 2015 bis 2017 wurde ein Rückgang des gesamten Lebensmittelverzehrs und der mittleren Energiezufuhr bei Kindern in Deutschland beobachtet, wobei die geringere Energiezufuhr mit einem deutlich reduzierten Konsum von süßen Getränken begründet wird. Zudem seien im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung im Zeitraum 2003 bis 2006 die angegebenen konsumierten Mengen von Süßwaren erheblich gesunken, je nach Geschlecht und Altersgruppe zwischen 20  und 30 Prozent und jeweils statistisch signifikant. Zwischen den Studien nahm die ermittelte Energiezufuhr bei 6- bis 11-jährigen Mädchen etwa 9 Prozent, bei 6- bis 11-jährigen Jungen etwa 11 Prozent und bei Jugendlichen etwa 21 Prozent ab. Vorstehende Entwicklung erfolgte bei durchweg steigenden Werbeinvestitionen und Schaltungen in den 2000-er Jahren. Es besteht somit kein Zusammenhang zwischen kindlichem Übergewicht und Werbung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Das generelle Bewegungsniveau der Kinder, wie Studien des RKI belegen, ist seit Jahren deutlich geringer geworden. Es wird erheblich mehr Zeit im Sitzen verbracht, was zu einem niedrigeren Energiebedarf führe. Die Hauptursachen für den Bewegungsmangel als wesentlicher Grund für einen Übergewicht hervorrufenden Energieüberschuss bei Kindern liegen nach public-health-Studien in folgenden Faktoren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wesentlich ist die Umstellung des Schulsystems auf mehr Ganztagsschulen und die Einführung des Abiturs nach 12 Jahren in fast allen Bundesländern zwischen 2012 und 2015 wodurch viele Kinder und Jugendliche weniger Freizeit haben. Hinzu kommt die Nutzung digitaler Medien, der Rückgang beim Ehrenamt und Defizite beim Sportunterricht in den Schulen. Als bedeutsam werden auch Unzulänglichkeiten bei der Kita- und Schulverpflegung erkannt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">4. In der Corona-Pandemie ist die Werbemenge über alle Kanäle hinweg deutlich gesunken. Das kindliche Übergewicht hat hier aber nach allen Schätzungen zugenommen. Auch dies belegt eindrücklich, dass kein Zusammenhang zwischen der Ausbildung von Übergewicht und Werbung existiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. In Ländern, in denen Werbeverbote bereits existieren, haben sich die Übergewichtszahlen nicht verändert. Sie liegen, wie etwa in UK, sogar deutlich über den Daten in Deutschland. Werbeverbote sind nachweislich nicht erfolgreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">6. Die vom BMEL mitgeteilten Daten zur Werbemenge sind unzutreffend. Dies gilt insbesondere für die Behauptung, wonach „jedes Kind in Deutschland zwischen 3 und 13 Jahren pro Tag im Schnitt 15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel schaue und 92 Prozent der gesamten Werbung, die Kinder wahrnehmen, Fast Food, Snacks oder Süßigkeiten vermarkte“. Sie basieren auf methodisch nicht haltbaren Untersuchungen im Auftrag von Kampagnenorganisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich sieht die Lage nach den Daten der AGF im Bereich TV wie folgt aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>98 Prozent der Primetime-Zuschauer sind über 14 Jahre alt, unter 2 Prozent sind zwischen 3 und 13 Jahre alt – über 365 Tage im Jahr und alle Fernsehsender hinweg.</li>



<li>In den Jahren 2019 bis 2022 waren von den 100 Sendungen mit der höchsten Sehbeteiligung bei den 3- bis 13-Jährigen nur 27 Sendungen mit Werbung.</li>



<li>Bei Fußball-Länderspielen ist der Strukturanteil der 3- bis 13-Jährigen zuweilen höher, dann sitzen aber auch die Erwachsenen mit vor dem Bildschirm und Fußball ist auf ARD und ZDF ab 20 Uhr werbefrei.</li>



<li>Der Löwenanteil der Sendungen mit einer hohen Sehbeteiligung der 3- bis 13-Jährigen ist werbefrei – entweder laufen diese Sendungen auf dem grundsätzlich werbefreien Kika oder – wie Fußball – bei ARD und ZDF nach 20 Uhr.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das gleiche gilt für die Online-Daten bzw. digitale Werbemenge, die Kinder wahrnehmen: Hier wird mit ergebnisorientierten Hochrechnungen und Datenquellen, die man nicht verrechnen kann gearbeitet. Konkrete Avatar-Messungen haben ergeben, dass lediglich 1.45 Prozent der Online-Werbung, die an Kinder ausgeliefert wird, für sogenannte HFFS-Produkte wirbt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">7. Die Tragfähigkeit von Werbeverboten setzt – nicht nur rechtlich betrachtet – eine Kausalbeziehung zwischen der Bewerbung von Lebensmitteln (mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt) gegenüber dem Konsum und der Ernährungsweise von Kindern in der Weise voraus, dass Kinder unter 14 Jahren gerade durch Werbeinhalte so beeinflusst werden, dass sie dadurch bedingt eine größere Menge der genannten Lebensmittelprodukte derart mittel bis langfristig verzehren, dass ihr Risiko für Übergewicht und Folgeerkrankungen signifikant steigt. Hierzu gibt es keine überzeugenden Befunde.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>In den fachwissenschaftlichen Studien zu den Auswirkungen von Werbung und Werbeverboten auf das Konsumentenverhalten wird eine Einflussnahmemöglichkeit von Werbung im Hinblick auf Markenwiedererkennung und -image grundsätzlich anerkannt. Allerdings bewirkt dies nach den Befunden grundsätzlich keinen Mehrkonsum. Bei reifen und gesättigten Produktkategorien, wie beispielsweise Süßigkeiten, konnte kein Kategorie-Mehrkonsum festgestellt werden, der durch Werbung ausgelöst wurde. In gesättigten Märkten ist vielmehr der primäre Effekt, bestehende Marktanteile zu verteidigen und Konsumenten von Konkurrenzmarken abzuwerben. Entsprechend lassen sich auch keine Rückschlüsse eines etwaigen Mehrkonsums bei Steigerung der Werbeausgaben aus Vergleichsuntersuchungen z.B. zu Süßwarenwerbeausgaben und Süßwarenkonsum schließen. Das entspricht den Daten zu Werbeinvestionen in Deutschland seit den 2000-er Jahren und den Veränderungen in Corona.</li>



<li>Deshalb konnte auch das Max Rubner Institut keine Wirksamkeitsnachweise für Werbeverbote in EU-Ländern, wo sie bestehen, entdecken. Der Auftraggeber ist das BMEL, eine Veröffentlichung der Untersuchung ist jedoch nicht vorgesehen. Das ist natürlich kritisch, weil so evidenzbasierte Politik ausgebremst wird. Auf Anfrage musste das BMEL diesen Befund aber zugeben, s. <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/049/2004970.pdf">https://dserver.bundestag.de/btd/20/049/2004970.pdf</a> , s. S. 60.</li>



<li>Die Ursachen von Übergewicht, Adipositas und ungünstiger Ernährungsweise, die gut belegt sind, lauten hingegen: (1.) Bewegungsmangel, z.B. aufgrund veränderter Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen (Ganztagsschulen, Auflösung tradierter Familienverbünde und Arbeitsbedingungen) (2.) Rahmenbedingungen der Mahlzeiteneinnahme (gemeinsame Familienmahlzeiten, Schulspeisung), (3.) sozialökonomischer Status und Bildungsgrad sowie (4.) Adaption von Verhaltensweisen im engen sozialen Umfeld und enge physiognomische Korrelationen im Familienkreis.</li>



<li>Alle Studien weisen auf eine erhebliche Bedeutung des Faktors des sozialökonomischen Status (SES) der untersuchten Personengruppen hin. Kinder und Jugendliche mit niedrigem SES weisen im Vergleich zu Mädchen und Jungen mit mittlerem und hohem SES eine deutlich höhere Prävalenz für Übergewicht auf. Beispielweise konsumieren 6- bis 11-jährigen Mädchen und Jungen mit hohem SES im Mittel signifikant ausgewogener als die Vergleichsgruppe in sozial benachteiligten und bildungsferneren Milieus. Hier weist das gesamte Ernährungsverhalten ungünstigere Muster auf. Und die Bewegungsarmut ist besonders ausgeprägt. Werbeverbote ändern aber an den sozialen Umständen nichts, denn die Faktoren, die ein ungünstiges Ernährungsverhalten und Bewegungsarmut hervorrufen sind nicht kommunikativ vermittelt, sondern sind eng verknüpft mit Sozialstatus, Bildung, Wohnort, Aufenthaltsstatus der Familien und Freunde. Das ist gesicherter Stand der Wissenschaft.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><p class="MsoListParagraphCxSpFirst" style="margin-left:72.0pt;mso-add-space:
auto;text-indent:-18.0pt;mso-list:l0 level2 lfo1"><span style="font-family:&quot;Courier New&quot;;mso-fareast-font-family:&quot;Courier New&quot;"><span style="mso-list:Ignore"><span style="mso-list:Ignore"></span></span></span></p><p class="MsoListParagraphCxSpLast"><span style="font-family:&quot;Calibri Light&quot;,sans-serif;
mso-ascii-theme-font:major-latin;mso-hansi-theme-font:major-latin;mso-bidi-theme-font:
major-latin"> </span></p>     </p>



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		<title>Werbemarkt 2022 mit leichtem Plus, sorgenvoller Ausblick auf 2023</title>
		<link>https://zaw.de/werbemarkt-2022-mit-leichtem-plus-sorgenvoller-ausblick-auf-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2022 08:17:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Werbewirtschaft in Deutschland wächst 2022 auf 48,66 Mrd. Euro (+2,8 Prozent).&#160; Damit liegt sie erstmals nach drei Jahren über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019, wie der Dachverband der Werbewirtschaft in seiner vorläufigen Jahreserfassung ausweist. Die endgültigen Zahlen werden im Mai 2023 veröffentlicht. Das Gleiche gilt bei den anderen Kerndaten der Branche: Die Investitionen in [&#8230;]</p>
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">Werbemarkt 2022 mit leichtem Plus, sorgenvoller Ausblick auf 2023</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/pressemeldungen/" rel="tag">Pressemeldungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2022-12-12T09:17:57+01:00">12. Dezember 2022</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Die Werbewirtschaft in Deutschland wächst 2022 auf 48,66 Mrd. Euro (+2,8 Prozent).&nbsp; Damit liegt sie erstmals nach drei Jahren über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019, wie der Dachverband der Werbewirtschaft in seiner vorläufigen Jahreserfassung ausweist. Die endgültigen Zahlen werden im Mai 2023 veröffentlicht. Das Gleiche gilt bei den anderen Kerndaten der Branche: Die Investitionen in Werbung steigen auf 36,99 Mrd. Euro (+2,6 Prozent), die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 26,37 Mrd. Euro (+1,9 Prozent). Ausschlaggebend für die Zugewinne ist das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung im Vergleich zu anderen Werbeträgern, das allerdings wie schon in den Vorjahren größtenteils wenige Megaplattformen verbuchen und von dem nationale Player nur unterdurchschnittlich profitieren. Auch die bereits in 2022 stark spürbaren Effekte inflationsbedingter Preissteigerungen sind für nominale Zuwächse verantwortlich. Der dringend erhofften Gesundung des Marktes, angetrieben durch nachhaltig steigende Werbeinvestitionen, stehen eine bedrückende Inflation, hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie damit einhergehend eine eingeschränkte Konsumlaune entgegen. &nbsp;Der ZAW und seine Mitglieder sorgen sich angesichts der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Aussichten, aber auch aufgrund politischer Ankündigungen um die vielfältige Werbeträger- und Medienlandschaft in Deutschland 2023.</strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas F. Schubert, ZAW-Präsident, fasst die Situation der Werbewirtschaft zusammen: „Historisch hohe Energie- und Rohstoffpreise, Lieferkettenprobleme bis zur Jahresmitte und rückläufiger Konsum belasten die Branche in 2022. Das Plus fällt geringer aus als unsere Branche es benötigt. Hauptsächlich generiert durch digitale Werbung, streichen die Zuwächse vor allem die Gatekeeper-Plattformen ein. Negative Konjunkturaussichten, ungleiche Wettbewerbsbedingungen im Digitalwerbemarkt und drohende Werbeverbote für einzelne Produkte: Wir blicken sehr besorgt auf 2023.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Jahr 2022 kompakt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Absturz im Coronajahr 2020 mit -7 Prozent auf 44,86 Mrd. Euro (2019: 48,33 Mrd. Euro), kehrte die Werbebranche 2021 mit 47,34 Mrd. Euro (+5,5 Prozent) nicht komplett zum Vorkrisenniveau zurück. Dies gelingt in 2022 mit 48,66 Mrd. Euro (+2,8 Prozent). Der Grund für das Plus ist das weiter überproportionale Wachstum der digitalen Werbung, von dem nationale oder auch europäische Player allerdings nur wenig profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Werbebranche leidet an vielen Stellen unter der wirtschaftlich angespannten Lage in Deutschland. Hohe Papier- und Energiepreise belasten vor allem die Printwerbeträger, dazu verteuert der seit Oktober 2022 gestiegene Mindestlohn die Zustellung. Die hohen Rohstoffpreise beispielsweise im Ernährungsbereich, wie die extrem gestiegenen Preise für Zucker (+100 Prozent), Butter (+57 Prozent) oder Weizen (+60 Prozent), erschweren die Herstellung von Produkten ebenso wie Materialengpässe aufgrund bekannter Lieferkettenprobleme &#8211; werbende Unternehmen promoten keine Produkte, die sie absehbar nicht auf den Markt bringen können. Konsumenten wiederum ächzen unter den hohen Preisen für Lebensmittel und Energie, sie schränken sich ein und sparen. Die Monate November und Dezember sind normalerweise die umsatzstärksten Monate des Handels und damit auch sehr wichtige Werbemonate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Werbeträgereinnahmen erwartet der ZAW für Video- und Kinowerbung sowie für einzelne Printwerbeträger ein leichtes Plus, bei anderen Gattungen sieht er eher eine schwarze Null bzw. Stagnation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>B</strong></strong></strong>li<strong>ck auf 2023</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rezessive Konjunkturdaten, Inflation und sinkende Konsumlaune belasten die ZAW-Mitglieder: Mit Blick auf das zu Ende gehende Jahr und das erste Quartal 2023 befürchten 48 Prozent Streichungen von Investitionen bei Produkten, 55 Prozent bei Dienstleistungen, nur 9 Prozent sehen Investitionsverlagerungen ins Ausland. Liquiditätsengpässe befürchten weiterhin 39 Prozent, 42 Prozent gehen von Betriebsaufgaben aus und 33 Prozent gar von Insolvenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf 2023 prognostiziert ZAW-Präsident Schubert: „Das erste Halbjahr 2023 wird angesichts der bereits angekündigten Budgetkürzungen schwierig, auch weil allgemein die konjunkturelle Lage angespannt bleibt. Ab dem zweiten Halbjahr gehen wir von Entspannung und Besserung aus – vorausgesetzt die geopolitische Lage und die Konjunktur bessern sich. &nbsp;Ein wichtiger Faktor ist ganz klar die vorhandene Unsicherheit in vielen Märkten. Risiken können kalkuliert und eingepreist werden, Unsicherheit nicht, für nachhaltige Werbeinvestitionen ist dies ein Hemmschuh. Werbungtreibende fahren dann eher auf Sicht. Die Branche hat allerdings in 2021 gezeigt, dass Sie schnell reagieren kann, wenn &#8211; was denkbar ist &#8211; es zu Verbesserungen des Gesamtumfelds ab der zweiten Jahreshälfte kommt. Wir schreiben 2023 definitiv nicht ab, sondern wir gehen aktuell mindestens von einer schwarzen Null für unsere Branche aus, es könnte aber auch ein kleines Plus werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZAW-Trendanalyse im Detail – Arbeitsmarkt bleibt stabil</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuletzt in 2021 aufgrund des Coronajahres 2020 überhitzte Arbeitsmarkt mit +90 Prozent an Stellenangeboten normalisiert sich in 2022 mit einem Plus von 21 Prozent, so das Ergebnis der ZAW-Trendanalyse für die Monate Januar bis Oktober 2022. Wie üblich stellen die Agenturen die meisten Jobangebote mit 57 Prozent vor den werbenden Unternehmen mit 31 Prozent und den Medien mit 12 Prozent. Angeführt wird das Stellenangebots-Ranking von Marketingspezialisten, vor Account-Managern und den traditionellen Agenturberufen Art-Director und Texter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Bundesagentur für Arbeit zeichnen die Arbeitslosendaten für Marketing und Werbung ein ähnliches Bild: Gingen die Arbeitslosendaten 2021 deutlich um 23 Prozent im Vergleich zu 2020 zurück, sanken sie 2022 nur noch um knapp 2 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Fachkräftemangel bezeichnen daher auch 90 Prozent der ZAW-Mitglieder weiter als groß bzw. mittelgroß. 91 Prozent haben große bzw. mittelschwere Probleme bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu passt, dass der GWA in seiner Umfrage vom 21. November 2022 angibt, dass 78 Prozent der befragten Agenturen bereits mit Budgetkürzungen oder der Ankündigung von Kürzungen konfrontiert werden, dennoch aber rund 70 Prozent der Agenturen verlautbaren, nicht an Personal oder bei Personalkosten sparen zu <a href="https://www.gwa.de/presse-meldungen/wirtschaftsflaute-agenturen-spueren-vorboten-wollen-aber-nicht-am-personal-sparen%ef%bf%bc/">wollen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Arbeitsmarkt generell kein Früh- sondern ein Spätindikator für die konjunkturelle Situation einer Branche ist, bleibt das Ergebnis der Trendanalyse eine Momentaufnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZAW-Trendbefragung im Detail &#8211; Stimmungslage verschlechtert sich deutlich</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stimmungslage unter den ZAW-Mitgliedern hat sich deutlich verschlechtert. Auf die Frage „Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage der Werbewirtschaft – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich?“ fiel die Antworten mit insgesamt 2,8 Punkten im Vergleich zur Frühjahrsbefragung 2022 mit 3,5 klar negativer aus (Herbst 2021: 3,7). Vor allem für den politischen Teil der Frage sind die Mitglieder mit 2,5 Punkten pessimistischer (Frühjahr 2022: 2,9; Herbst 2021: 2,7). &nbsp;<br><br>ZAW-Hauptgeschäftsführer Bernd Nauen zu den Sorgen der ZAW-Mitglieder: „Der wirtschaftliche Druck, den unsere Mitglieder spüren, ist brutal hoch. Die konjunkturellen Unsicherheiten treffen alle Branchen. Die Werbewirtschaft soll, betrachten wir Verlautbarungen, von der Politik völlig unnötig weiteren Ballast aufgebürdet bekommen. Die Bewerbung von Lebensmitteln ins Visier zu nehmen, obwohl erwiesenermaßen kein Kind oder Erwachsener durch Werbeverbote schlanker und gesünder wird, ist keine nachhaltige Gesundheitspolitik. Daten aus anderen Ländern zeigen, dass Übergewicht bei Kindern durch Werbeverbote nicht eingedämmt werden kann. Allein die Nachteile für Medien als Werbeträger sind real.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZAW-Trendbefragung im Detail – Glaubwürdiges Belastungsmoratorium gefordert</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Belastungsmoratorium, das die Bundesregierung angekündigt hat, fällt die Reaktion der ZAW-Mitglieder verhalten aus: 64 Prozent kritisieren die Ausrichtung als unklar, während 15 Prozent angeben, dass es zu kurz springt und keine spürbaren Effekte haben werde. „Unbestimmte Ankündigungen zum Schutz vor Belastungen gepaart mit avisierten Werbeverboten sind aus Sicht der Unternehmen keine vertrauensbildende Politik“, so Bernd Nauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zaw.de/app/uploads/2022/12/Werbemarkt-2021Prognose-2022_monetaer_prozentual2-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="779" height="336" src="https://zaw.de/app/uploads/2022/12/Werbemarkt-2021Prognose-2022_monetaer_prozentual2-1.jpg" alt="" class="wp-image-4403" srcset="https://zaw.de/app/uploads/2022/12/Werbemarkt-2021Prognose-2022_monetaer_prozentual2-1.jpg 779w, https://zaw.de/app/uploads/2022/12/Werbemarkt-2021Prognose-2022_monetaer_prozentual2-1-300x129.jpg 300w, https://zaw.de/app/uploads/2022/12/Werbemarkt-2021Prognose-2022_monetaer_prozentual2-1-768x331.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px" /></a></figure>
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		<title>10. Oktober 2022: Diskussion über KI-Regulierung: &#8222;Wie sieht ein kluger europäischer Rahmen aus?&#8220;</title>
		<link>https://zaw.de/10-oktober-2022-diskussion-ueber-ki-regulierung-wie-sieht-ein-kluger-europaeischer-rahmen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2022 14:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zaw.de/?p=4342</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der ZAW lädt am 10. Oktober 2022 zur Diskussion über die KI-Regulierung ein: Die Europäische Kommission hat im April 2021 den weltweit ersten Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz (KI) vorgelegt, um Europa zum globalen Zentrum für vertrauenswürdige KI zu machen. Die geplanten Vorschriften und Maßnahmen sollen auf einer zukunftssicheren Definition der KI beruhen und folgen einem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-group post-header"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><h1 class="has-text-align-left wp-block-post-title">10. Oktober 2022: Diskussion über KI-Regulierung: &#8222;Wie sieht ein kluger europäischer Rahmen aus?&#8220;</h1></div></div>



<div class="wp-block-group meta-info"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="taxonomy-category wp-block-post-terms"><a href="https://zaw.de/category/veranstaltungen/" rel="tag">Veranstaltungen</a></div>

<div class="wp-block-post-date"><time datetime="2022-09-28T16:50:18+02:00">28. September 2022</time></div></div></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ZAW lädt am 10. Oktober 2022 zur Diskussion über die KI-Regulierung ein: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hat im April 2021 den weltweit ersten Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz (KI) vorgelegt, um Europa zum globalen Zentrum für vertrauenswürdige KI zu machen. Die geplanten Vorschriften und Maßnahmen sollen auf einer zukunftssicheren Definition der KI beruhen und folgen einem risikobasierten Ansatz.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge dieses Vorschlags werden Einsatzmöglichkeiten sowie Chancen und Risiken von KI-Anwendungen auch in Deutschland breit diskutiert. Für die deutsche Wirtschaft ist diese Thematik von großer Bedeutung. KI gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und bietet enorme wirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund haben führende deutsche Wirtschaftsverbände in einer <a href="https://zaw.de/app/uploads/2022/09/ki-positionspapier-11-verbaende-download-data.pdf">gemeinsamen Positionierung</a> ihre wichtigsten Forderungen formuliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Diskutieren Sie mit uns am 10. Oktober 2022 von 12 bis 14 Uhr in der Landesvertretung des Saarlands, Berlin, hier das <a href="https://zaw.de/app/uploads/2022/09/Einladung-KI_Veranstaltung.pdf">Programm</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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